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Senioren drängen ins Netz: Neue Studien belegen, dass Facebook und andere soziale Netzwerke immer häufiger von älteren Menschen genutzt werden. Dennoch bleibt die Generation 60plus eine Randerscheinung im Web 2.0.
Senioren gelten seit jeher als technikfremder als die jüngeren Generationen. Doch in der globalisierten Welt bemühen sich auch immer mehr ältere Menschen um Anschluss. Nicht zuletzt die sozialen Netzwerke verzeichnen einen Zuwachs an Nutzern in ihrer zweiten Lebenshälfte. In den USA ist die Anzahl der älteren User von Facebook und Co. nach Angaben des Nachrichtenportals "Der Westen" seit 2009 um 100 Prozent gestiegen. In den meisten sozialen Netzwerken liegt der Altersschnitt mittlerweile bei Mitte bis Ende 30 und Menschen über 55 Jahre bilden mittlerweile fünf bis zehn Prozent der gesamten Nutzer von sozialen Netzwerken.
Zwar nehmen Senioren grundsätzlich eine Vorreiterrolle in Sachen Lebensqualität ein, so der Zukunftswissenschaftler Horst Opaschowski laut der "Computerwoche". Technische Neuerungen kommen aber in der Regel erst mit zeitlicher Verzögerung bei Menschen im fortgeschrittenen Alter an. (Facebook-Profil: Die richtigen Einstellungen sichern Ihre Daten besser)
Soziale Netzwerke helfen auch Senioren Kontakt zu halten. (Quelle: imago)
Hierzulande ist die Entwicklung indes nicht so weit fortgeschritten. Laut der "Süddeutschen Zeitung" sind nur ein Viertel aller Senioren überhaupt online, nur vier Prozent nutzen soziale Netzwerke. Diejenigen, die ein Facebook-Konto eröffnet haben, sehen darin vor allem eine Möglichkeit, mit ihren Enkeln oder anderen entfernt lebenden Verwandten und Bekannten in Kontakt zu bleiben, so der Medienprofessor Hendrik Speck gegenüber dem "Westdeutschen Rundfunk".
Um auf der Höhe der Zeit zu bleiben, nehmen manche Junggebliebenen Angebote wie die des "Deutschen Senioren Computer Clubs" an. Wie die "Computerwoche" berichtet, unterstützt der regelmäßige Computertreff Ältere bei allen Fragen rund um soziale Netzwerke und klärt über Vorzüge und Risiken von Facebook und anderen Medien auf. Ähnlich der Bochumer EDV-Dozent Stefan Löffelbein, der mit Vorträgen soziale Netzwerke für Senioren verständlich macht, so die "Ruhrnachrichten". (Soziale Netzwerke: Chef und Kollegen als Freunde?)
Altersbedingte Skepsis halte viele Senioren davon ab, soziale Netzwerke zu nutzen, so Opaschowski in der "Computerwoche". In Deutschland wird allerdings auch häufiger über Gefahren und Nachteile neuer Technologien berichtet, als über ihren tatsächlichen Nutzen, den es bei sozialen Netzwerken auch für Senioren gibt. Ist die technische Hürde des Computers und des Internets erst einmal genommen, eignen sich die Netzwerke prima um Kontakte aufrecht zu erhalten und über Familie und Freunde informiert zu bleiben. Außerdem können sich Senioren untereinander vernetzen und so einer möglichen Vereinsamung entgegenwirken. Und die Enkelkinder hinterlassen sowieso eher einen Pinnwandeintrag, als einfach mal so zum Telefon zu greifen. (Facebook-Chronik: Was bringt die neue "Timeline"?)
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Mit einfacher Software lassen sich die Dateien bearbeiten. zum Video
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