km (CF)
Meerschweinchen für Kinder sind häufig die erste Wahl bei der Haustier-Frage. Doch sind kleinen, wuscheligen Zeitgenossen tatsächlich so perfekt, wie es der Zoofachhandel häufig zu kommunizieren versucht? Eine pauschale Antwort lässt sich einmal mehr nicht festmachen.
Bei der Auswahl des Haustiers spielt das Alter des Halters eine besondere Rolle: Für Kinder zwischen fünf und fünfzehn Jahren sind Meerschweinchen nahezu ideal, da sie besonders pflegeleicht und geduldig sind. Gleichzeitig brauchen die zuckersüßen Nagetiere kaum Platz, so dass der entsprechende Lebensraum auch in einem kleinen Kinderzimmer problemlos hergestellt werden kann.
Gerade von Kindern unter zehn Jahren können Sie trotz aller Tierliebe und des „Niedlichkeitsfaktors“ keine durchgehende Pflege erwarten: Nicht selten lässt sich der Sprössling ablenken, geht zum Spielen raus oder macht seine Hausaufgaben. Ein pflegeintensiveres Haustier ist daher gerade in diesem Lebensabschnitt zu vermeiden.
Während Meerschweinchen für Kinder ideal sind, verlieren Sie beim Eintritt in die Pubertät recht schnell ihren Reiz: Vielen Jugendlichen erscheinen die kleinen, unauffälligen Nagetiere plötzlich „kindisch“ und „langweilig“. Hand aufs Herz: Allzu viel kann man mit den Tieren tatsächlich nicht unternehmen. Dementsprechend stehen Hunde, aber auch Katzen ab dem fünfzehnten, sechszehnten Lebensjahr ganz oben auf der Wunschliste. Das ist durchaus nachvollziehbar, wollen die Heranwachsenden doch endlich „Action“. Ein Hund erfüllt diesen Anspruch beim „Stöckchen werfen“ und Herumtoben im Freien nahezu perfekt. Im Vergleich dazu sind die Möglichkeiten beim Meerschweinchen doch sehr begrenzt, weshalb Sie von der Anschaffung eines Nagers ab einem gewissen Alter des Kindes eher absehen sollten.
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