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Lange Zeit galt das Laufen während der Schwangerschaft als schädlich. Vor allem für Frauen, die im Vorfeld immer regelmäßig gejoggt sind, bedeuten die neun Monate dementsprechend auch sportlich eine sehr große Umstellung. Mittlerweile kehren die Meinungen allerdings wieder um: Einen medizinischen Beweis für die vermeintliche Unverträglichkeit gibt es nicht.
Ganz im Gegenteil: Frauenärzte und Sporttherapeuten raten Schwangeren mittlerweile ganz bewusst zu gelegentlichen Jogging-Touren. Wer im Training bleibt, kann vor allem klassischen Schwangerschaftsproblemen wie Rückenschmerzen und Verstopfung vorbeugen. Gleichzeitig profitiert auch der Geist, der während der Schwangerschaft verständlicherweise eine wahre Achterbahnfahrt durchlebt. Viele Frauen reagieren sich dementsprechend ganz bewusst bei einem kurzen Lauf durch den Wald ab und kommen so auf andere Gedanken.
Natürlich ist das Laufen während der Schwangerschaft nur bis zu einem gewissen Punkt unschädlich. Zu jeder Zeit sollten Sie auf eine wohldosierte Belastung eignen: Wer früher Trailrunning oder Ausdauerjogging mit hoher Intensität betrieben hat, sollte davon während der Schwangerschaft absehen. Solche Intensivsessions ersetzen sie durch kurze Ausläufe bei einfacher Intensität.
Die Fettverbrennung sollte kein zentrales Motiv sein. Vielmehr geht es um die frische Luft und die Abwechslung vom Alltag daheim. Wer gerade vormittags mit der typischen Übelkeit zu kämpfen hat, sollte vom Laufen absehen oder erst später aufbrechen. Kommt schließlich beim Laufen ein Unwohlgefühl auf, brechen Sie vorsichtshalber ab.
Gerade im Winter ist das Sturzrisiko sehr groß und die Gefahr für das Ungeborene dementsprechend beträchtlich. Wenn Sie dennoch einen Lauf wagen wollen, bleiben Sie stets auf befestigten Straßen und achten Sie vor allem auf solides Schuhwerk.
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