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Scharlach gilt gemeinhin als Kinderkrankheit, aber auch Erwachsene leiden daran. Untersuchungen zufolge verfügt jeder Zehnte nachweisbar über Streptokokken, ohne dass die Krankheit zum Ausbruch kommt. Ist es jedoch soweit, verläuft Scharlach bei Erwachsenen oft schwerer als bei Kindern.
Während Babys seltener von Scharlach betroffen sind, ist es beim Kind eine klassische Erkrankung. Typisch für Scharlach – ob beim Kind oder Erwachsenen – ist eine Rachen- und Mandelentzündung mit Halsschmerzen, Fieber und Schüttelfrost. Hinzu kommt dann ein Hautausschlag aus kleinen Flecken, der beim Kind meist an den Leisten beginnt und teilweise auf den ganzen Körper übergreift. Im Alter zwischen zwei und zwölf Jahren ist Scharlach am häufigsten, meist bricht er im Winter aus.
An Scharlach leiden auch Erwachsene (Quelle: imago)
Die Symptome von Scharlach fallen für Erwachsene ähnlich aus wie für Kinder. Charakteristisch ist etwa eine himbeerrote Färbung der Zunge ab dem vierten Tag. Das Fieber steigt meist schnell an, der Ausschlag beginnt am zweiten Krankheitstag, und die Lymphknoten sind geschwollen. Zu Anfang haben Erwachsene häufig plötzliche Kopfschmerzen und ein ausgeprägtes Gefühl von Kranksein, das bis zum Schluss anhält. Kopf- und Gliederschmerzen, die sich über Wochen hinziehen, sind ebenfalls ein Anzeichen für Scharlach. Einige Patienten klagen auch über Übelkeit und Bauchschmerzen.
Die Krankheit verläuft beim Kind normalerweise harmlos, wenn sie rechtzeitig mit Antibiotika behandelt wird. Bei Erwachsenen ist der Verlauf häufiger mit größeren Komplikationen oder Spätfolgen verbunden. Das Problem: Selbst wenn Sie bereits in der Vergangenheit an Scharlach erkrankt waren, können Sie sich immer wieder anstecken.
Als Komplikation kann laut netdoktor.de nach ein bis fünf Wochen rheumatisches Fieber eintreten, wenn Scharlach unbehandelt bleibt. Zusätzlich besteht das Risiko einer schweren Nierenentzündung. Derartige Spätfolgen sind selten – dennoch sollten Sie die Krankheit nicht unterschätzen.
Um Spätfolgen zu verhindern, ist es sehr wichtig, nicht zu versuchen, die Krankheit selber zu behandeln, sondern schon beim Verdacht auf Scharlach zum Arzt zu gehen. Er kann einen Schnelltest durchführen und verschreibt dann entsprechende Medikamente, wodurch die Symptome schnell gelindert werden.
Mehr Infos zu Scharlach und weiteren Kinderkrankheiten finden Sie im Kinderkrankheiten-Lexikon.
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