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Der Riester-Bausparvertrag stellt seit Anfang 2009 eine ernsthafte Alternative zu den bisherigen Finanzierungsmodellen dar. Mit den folgenden Tipps können Sie erörtern, ob dieses Modell auch für Ihren Weg ins Eigenheim von Relevanz ist.
Das Kernkonzept des Riester-Bausparvertrags entspricht dem herkömmlichen Bausparvertrag: Erst sparen, dann bauen! Ihre Beiträge fließen dabei nicht in einen Riester-Banksparplan, eine Riester-Rentenversicherung oder einen Riester-Fondssparplan, sondern eben in einen Riester-Bausparvertrag.
An der Förderung ändert sich im Zuge dessen nichts: Sie erhalten dieselbe, wie auch bei allen anderen Riester-Produkten auch. Daneben ist auch die Förderung über die Arbeitnehmerzulage sowie die Wohnungsbauprämie im Rahmen der jeweiligen Einkommensgrenzen möglich.
Für gewöhnlich sparen Sie 50 Prozent der Bausparsumme selbstständig an und erhalten anschließend ein Darlehen in gleicher Höhe. Tipp: Besonders attraktiv wird der Riester-Bausparvertrag, wenn Sie nur 40 Prozent oder 30 Prozent der Bausparsumme ansparen müssen.
Nachdem Sie die vereinbarte Summe erreicht haben, entscheiden Sie wie gewohnt zwischen Erwerb und Eigenheimbau. Die anschließende Tilgung wird ebenfalls gefördert. Dabei gelten die Raten praktisch als Riester-Beiträge.
Von Nachteil ist allerdings die nachgelagerte Besteuerung: Das fiktive Guthaben auf dem sogenannten „Wohnförderkonto“ bildet im Nachgang die Berechnungsgrundlage für die Steuererhebung.
Tipp: Zum Rentenbeginn können Sie entscheiden, ob Sie die Steuerschuld sofort begleichen möchten. In diesem Fall erhalten Sie einen Abschlag von 30%.
Ein weiterer Nachteil sind die facettenreichen Kostenstrukturen, die beim Riester-Bausparvertrag für einen Laien zunächst nur sehr schwer nachzuvollziehen sind. In diesem Zusammenhang sollten Sie Stichwörter wie Darlehenszinsen, Guthabenzinsen, Abschlussgebühren, Mindestguthaben und Tilgungsbeträge beachten.
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