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Richtig fasten - Welche Fehler Sie vermeiden sollten

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Richtig fasten: Welche Fehler Sie vermeiden sollten

ob (CF)/ses

Egal ob aus religiösen Gründen, zur Selbstfindung oder zur körperlichen Regeneration: Wenn Sie richtig fasten wollen, sollten Sie einiges beachten. Fehler passieren schnell und können gesundheitliche Folgen haben. Wir verraten, worauf Sie während einer Fastenkur achten sollten.

Fasten hat unterschiedliche Zielsetzungen

Unter "Fasten" versteht man eine selbstgewählte völlige oder teilweise Enthaltung von Speisen, Getränken und Genussmitteln über einen bestimmten Zeitraum hinweg. Solche Fastenperioden werden entweder religiös oder gesundheitsfördernd begründet. Viele Menschen fasten auch, um das ein oder andere Kilogramm Gewicht zu verlieren. Die Zeit zwischen Fasching und Ostern soll die Menschen anleiten, sich auf das eigene Leben und seine Mitmenschen zu konzentrieren - die Seele von Lastern wie Völlerei und Konsum zu reinigen. Heilfasten zur Stärkung der Gesundheit wird biologisch dadurch legitimiert, dass es den Körper von Giftstoffen reinigt und ihn in seiner Immunabwehr unterstützt. Natürlich dient der Verzicht auf bestimmte Nahrungsmittel auch dem Streben nach einer schlanken Figur. (Ist Fasten sinnvoll oder gefährlich?)

Nicht jeder ist für eine Fastenkur geeignet (Quelle: imago)

Nicht jeder ist für eine Fastenkur geeignet (Quelle: imago)

Verschiedene Formen des Fastens

Abhängig von der jeweiligen Form des Fastens, nehmen Sie unterschiedliche Mengen an Nahrung zu sich. So besteht beispielsweise der Speiseplan der F.X.-Mayr-Kur lediglich aus hellen Brötchen und Milch. Ziel hierbei ist es, den Darm zu entlasten zu entschlacken. Die körpereigene Immunabwehr soll auf diese Weise gestärkt werden. Bei einer Saft-Fastenkur nehmen Sie keine feste Nahrung zu sich, sondern trinken ausschließlich Obst- und Gemüsesäfte. Für den Körper bedeutet eine Fasten-Kur in jedem Fall eine große Umstellung, die nicht jeder Mensch gleichermaßen verkraftet. Der Körper muss sich auf die plötzliche Reduktion der täglichen Kalorien erst gewöhnen. Die Folgen sind Müdigkeit, Schwächegefühle und Hunger. Nach ein paar Tagen beginnt sich der Körper an die neue Situation allmählich zu gewöhnen. (Fasten und Entschlacken: Sinnvolle Kur oder reiner Mythos?)

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Ist jeder für das Fasten geeignet?

Grundsätzlich kann jeder gesunde Mensch fasten, es gibt jedoch einige Einschränkungen: Kinder oder alte Menschen sollten vom Fasten absehen, da sie die Belastung der fehlenden Nährstoffe weit weniger gut kompensieren können als junge Erwachsene. Auch bei Herzerkrankungen oder Depressionen ist dringend vom Fasten abzuraten. „Wenn jemand regelmäßig Medikamente einnimmt und trotzdem eine Fastenkur machen möchte, ist es sinnvoll, wenn der Hausarzt das Fasten begleitet“, so Hausarzt Dr. Marcel Schorrlepp gegenüber dem "SWR". Diverse Medikationen müssen während der Fastenzeit überprüft und gegebenenfalls um- oder eingestellt werden. (Ist zu viel Trinken wirklich ungesund?)

Fehler: Fasten ist keine Alternative zur Diät

Doch auch wenn Sie gesund sind, gilt es, Fehler zu vermeiden. Richtig fasten beginnt schon bei Ihrer Zielsetzung: Fasten ist kein probates Mittel zur Gewichtsreduzierung: „Unkontrolliertes Fasten außerhalb von Kliniken kann sogar tödlich enden”, warnt Diät-Experte Sven-David Müller gegenüber "Fit for Fun". Dauerhaftes Fasten belastet den Körper stark, da lebenswichtige Nährstoffe aus der Nahrung fehlen oder nur in sehr geringen Mengen zugeführt werden. Dieser Entzug wichtiger Nähr- und Mineralstoffe schwächt den Körper und erhöht die Anfälligkeit für Krankheiten. Außerdem eignet sich eine Fastenkur nur bedingt als Diät. Die Fastenzeit wird vom Körper als Mangelphase erfahren, in der er seinen Stoffwechsel reduziert, um überleben zu können. Nach der Fastenperiode setzt bei "falscher" Ernährung, gemeint ist der übermäßige Verzehr von Zucker, Fett und Alkohol, der so genannte Jojo-Effekt ein: Der Körper versucht, alle während der Fastenzeit verbrauchten Kalorien wieder anzusammeln und darüber hinaus neue Fettdepots für weitere Mangelperioden anzulegen. (Sauerkrautsaft zum Fasten: Gut für den Darm)

Richtig fasten: Gönnen Sie sich Ruhe und Entspannung

Ein Tipp: Wenn Sie vorhaben das erste Mal zu fasten, sollten Sie das nicht länger als drei bis sieben Tage tun – für einen längeren Zeitraum sollten Sie unbedingt über genügend Erfahrung verfügen, wie Ihr Körper auf eine Fastenkur reagiert. Um Ihren Körper bei der Selbstreinigung zu unterstützen, sollten Sie täglich mindestens drei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Das hat neben der Entgiftung des Körpers den positiven Nebeneffekt, dass Ihr Hungergefühl gemildert wird, wie Marcel Schorrlepp im "SWR" erklärt. Da der plötzliche Nahrungsentzug vom Körper als Stress empfunden wird, sollten Sie sich vor allem Ruhe gönnen. Gehen Sie viel an der frischen Luft spazieren und versuchen Sie sich auf sich selbst und Ihren Körper zu konzentrieren. Überfordern Sie sich nicht. Sobald Sie merken, dass Sie das Spazierengehen anstrengt, legen Sie sich schlafen. Sie werden merken, wie Ihr Körper beginnt, sich selbst zu regenerieren und wie sich nach ein paar Tagen der Kreislauf auf die neue Situation einstellt.

Fastenbrechen: Gehen Sie es langsam an

Nach der Fastenkur sollte Ihre Darmflora langsam wieder an feste und regelmäßige Nahrung gewöhnt werden. Die Aufbauzeit sollte mindestens ein Drittel der Länge der Fastenzeit betragen, auf jeden Fall aber vier Tage. Ein behutsamer Einstieg gelingt durch eine gesunde Vollwertkost. Achten Sie auf leicht verträgliche Nahrungsmittel wie Kartoffeln oder Äpfel und vermeiden Sie schwer verdauliche Lebensmittel wie Kohl, Bohnen oder Fleisch. Trinken Sie in der Phase des Fastenbrechend mindestens ein bis zwei Liter Tee oder mineralstoffhaltiges Wasser täglich, um den Stoffwechsel anzukurbeln. (Aufbautage sind ein wichtiger Bestandteil einer Fastenkur)


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