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Wer seine Ohren säubern möchte, greift schnell zum klassischen Wattestäbchen. In Sachen Ohrenhygiene gibt es aber eine ganze Reihe von unterschiedlichen Methoden, die oftmals gesünder und schonender sind. Da das menschliche Ohr über eine große Selbstreinigungskraft verfügt, müssen Sie gar nicht allzu häufig den Gehörgang vom Ohrenschmalz befreien. Wir sagen Ihnen, was beim Ohren säubern wichtig ist.
Wenn Sie Ihre Ohren säubern, sollten Sie grundsätzlich äußerst gefühlvoll vorgehen. Das Ohr ist ein sensibles Organ und bedarf keiner tagtäglichen Reinigung. Der gelbliche Ohrenschmalz, dient laut dem Portal gesundheit.de als "Abwehr gegen Keime und Bakterien". Die zähe Masse ist somit durchaus nützlich. Trotzdem gehört das Ohren putzen zur Körperpflege natürlich dazu. Besonders bei Menschen, bei denen der Körper besonders viel Ohrenschmalz produziert, sehen die Ohren ohne Reinigung dann ungepflegt aus. Zudem besteht die Gefahr einer Verstopfung des Gehörgangs. Also muss das sensible Organ vom Sekret befreit werden. (Deodorant: Spray, Roller oder Creme?)
Ohren säubern: Ist das Wattestäbchen schädlich? (Quelle: imago)
Wenn Sie Ihre Ohren säubern, sollten Wattestäbchen möglichst gemieden werden. Das "Bayerische Fernsehen" spricht in diesem Kontext unter BR-Online.de sogar von einem „Tabu“, weil die Wattestäbchen erhebliche Verletzungen hervorrufen können. Nicht umsonst findet sich auf den Wattestäbchen der gesetzlich vorgegebene Hinweis „nicht in den Gehörgang einführen". Durch die Verwendung der Wattestäbchen laufen Sie auch Gefahr, dass Sie den Ohrenschmalz im Ohr festdrücken, und so ein Propfen entsteht.
Überhaupt ist Ohrenschmalz alles andere als sinnlos, sondern unterstützt die Selbstreinigung Ihres Ohres. Zwar können Sie sich natürlich gelegentlich die Ohren säubern, allerdings sollten Sie dabei eher auf Sprays oder Tropfen setzen. Diese weichen das Sekret angeblich so auf, dass Sie es leichter abspülen können. Laut HNO-Arzt Michael Deeg aus Freiburg, sind Sprays bei bereits verstopften Ohren aber sinnlos.
Auch die so genannten Ohrenkerzen können bei einer Verstopfung des Gehörgangs eingesetzt werden. Nach Ansicht einiger Fürsprecher blicken diese bereits auf eine rund 900-jährige Tradition zurück. Die Risiken einer Verbrennung durch Wachs oder der Ablagerung von Rußpartikeln ist jedoch nicht zu vernachlässigen. Laut Dr. Boris Haxel, HNO-Oberarzt an der Uniklinik Mainz. ist die Wirkung nicht einmal erwiesen.
Am Einfachsten gehen Sie vor, wenn Sie ein Handtuch oder einen weichen Waschlappen mit ein wenig Wasser befeuchten und vorsichtig Ihr Ohr abtupfen. Bedenken Sie dabei auch die Region hinter den Ohren, und schützen Sie diese zudem vor zu viel Nässe und Zugluft.
Beim Ohren säubern sollten Sie so tunlichst auf die Schonung Ihres Trommelfells achten. Falls Sie Wattestäbchen verwenden, sollten Sie daher äußerst vorsichtig agieren und nicht im Ohr rumstochern. Laut „Apotheken Umschau“ besteht eine Trommelfellverletzungen durch ein Riss oder ein Loch und macht sich durch starke Schmerzen sowie Probleme beim Hören bemerkbar. Sollten Sie eines dieser beiden Symptome bemerken, so ist zwingend ein Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufzusuchen. Werden Verletzungen früh genug erkannt, wie beispielsweise eine Mittelohrentzündung, sind die Heilungschancen sehr gut. Generell sollten Sie bei Ohrenschmerzen den Gang zum Arzt nicht scheuen.
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