aj (CF)
Wassereinlagerungen - so genannte Ödeme – sind eine natürliche Konsequenz der Schwangerschaft: Durch die massive hormonelle Umstellung lagert der Körper deutlich mehr Wasser in Blut und Gewebe ein, um unter anderem den Blutdruck stabil zu halten. Daher ist diese unliebsame Erscheinung trotz eines hohen Störfaktors durchaus zuträglich.
In erster Linie finden diese Wassereinlagerungen im so genannten interstitiellen Gewebe statt. Damit werden verschiedene Formen von Zwischengewebe bezeichnet, hier insbesondere das Bindegewebe unter, neben und über den Organen. Bei einer besonders starken Ausprägung können Ödeme beispielsweise zu Schwellungen an den Beinen und Händen führen. Für die ohnehin schon körperlich ausgezehrte Schwangere bedeuten die Wassereinlagerungen damit eine zusätzliche Belastung, die auch der Seele gehörig zusetzen kann. Zuweilen kann sogar das Gesicht betroffen sein.
Richtig schmerzhaft wird es, wenn die Füße betroffen sind: Durch die Schwellungen passen die Lieblingsschuhe nicht mehr. Aus Trotz oder Zweckmäßigkeit tragen viele betroffene Frauen ihre Schuhe aber auch weiterhin, was zu Abschürfungen und Blasen führt.
Grundsätzlich treten Wassereinlagerungen erst gegen Ende der Schwangerschaft auf. Genauso schnell wie sie kommen, verschwinden sie auch: In der Regel für das überschüssige Wasser nach der Schwangerschaft auf natürlichem Wege ausgeschieden. Die besagten engen Schuhe, Strümpfe sowie enge Kleidung im Allgemeinen sind im Vorfeld kontraproduktiv: Tragen Sie ganz bewusst weite, bequeme Stücke und fördern Sie das Abtragen des Wassers durch regelmäßige Bewegung. Im Bett legen Sie die Beine möglichst hoch, so beispielsweise auf ein Kissen. Und auch wenn es merkwürdig klingt: Wer viel stilles Wasser trinkt, beschleunigt das Entschlacken.
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