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Bei der Lohnsteuer handelt es sich um keine eigene Steuerart, sondern um die Einkommensteuer, die bei Arbeitnehmern vom Bruttolohn einbehalten wird. Laut "Bundesministerium der Finanzen" ist dafür der Arbeitgeber zuständig, der gesetzlich dazu verpflichtet ist, die Steuer von jeder Lohnzahlung abzuführen. Die Höhe der zu zahlenden Lohnsteuer ist abhängig von der Steuerklasse, der Höhe des Einkommens und möglichen Freibeträgen.
Bis Ende 2011 bleibt die Lohnsteuerkarte in Papierform Grundlage der Lohnsteuer. Anhand der Eintragungen auf dieser Karte weiß der Arbeitgeber, wie viel Lohnsteuer er abführen muss. Ab 2012 wird die Lohnsteuerkarte durch die so genannten Elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (ELStAM) ersetzt, die vom Arbeitgeber per Datenübertragung vom Bundesfinanzamt für Steuern abgerufen werden.
Lohnsteuer- vom Gesetzgeber vorgeschrieben (Quelle: imago)
Die Lohnsteuerklasse ist abhängig vom Familienstand (ledig, verheiratet oder verwitwet) sowie von vorhandenen Kindern. Wenn auf der Lohnsteuerkarte Freibeträge eingetragen sind – etwa für Behinderte, Kinder in Ausbildung oder haushaltsnahe Dienste – reduziert sich die Lohnsteuer direkt, ohne dass Sie erst eine Steuererklärung abgeben müssen. (So wählen Sie die richtige Lohnsteuerklasse nach der Heirat)
Über eine Steuererklärung nach Jahresende ist es möglich, zu viel gezahlte Lohnsteuer zurückzubekommen – beim so genannten Lohnsteuerjahresausgleich. Durch die Steuererklärung bekommen viele Arbeitnehmer Geld zurück.
Werbungskosten, Fahrtkosten oder Abschreibungen durch Immobilien sind nur einige Gründe, warum sich eine Steuererklärung lohnen kann. All diese Kosten können Sie von der Steuer absetzen, sodass sich der zu versteuernde Lohn reduziert. In den letzten Jahren hat es einige Gerichtsurteile zugunsten der Arbeitnehmer gegeben – etwa zu den Kosten für ein Arbeitszimmer oder der Pendlerpauschale.
Mithilfe des Programms Elster können Sie Ihre Steuererklärung online erledigen. Stichtag für die Abgabe ist der 31. Mai; wer freiwillig eine Steuererklärung macht, hat insgesamt sogar vier Jahre Zeit dafür. (Alle Jahre wieder: Die Steuererklärung ist ein Muss)
Vielen erscheint eine Steuererklärung so kompliziert, dass sie den Aufwand scheuen – auch wenn eine Erstattung der Lohnsteuer lockt. Hilfe hierfür bieten diverse Computerprogramme.
Laut „Süddeutscher Zeitung“ lässt sich mit solchen Programmen durchaus Geld sparen, ein guter Steuerberater ist meist jedoch deutlich einfallsreicher bei der Steuererklärung. Dafür lassen sich die Kosten des Programms wiederum von der Lohnsteuer absetzen, während das bei den Kosten für den Steuerberater nur in bestimmten Fällen möglich ist. (Lassen Sie sich bei der Steuererklärung helfen)
kl (CF)
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