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Eine Impfung des Kindes wird heute von den meisten Eltern befürwortet. Dennoch gibt es auch eine Reihe von Impfgegnern, die diese Maßnahme für unnötig und sogar gefährlich halten. Die Vorteile überwiegen jedoch deutlich gegenüber den seltenen Nebenwirkungen. Nur durch Impfungen war es z.B. möglich, die Kinderlähmung in Europa auszurotten und die Verbreitung weiterer Krankheiten deutlich einzuschränken.
Kinder wurden früher doch auch nicht geimpft – so lautet häufig das Argument gegen eine Impfung. Das heißt aber nicht, dass ein Kind früher alle Krankheiten unbeschadet überstand, vielmehr war die Todesrate aufgrund von Infektionen nicht unerheblich. Masern, Keuchhusten oder Röteln sind nun einmal ernster als ein einfacher Schnupfen. Hirnschäden, Lähmungen, Blind- oder Taubheit können entstehen, und es sterben noch heute in Deutschland Menschen an den Folgen derartiger Erkrankungen.
Impfungen sind eine einfache und verhältnismäßig sichere Methode, um hier vorzubeugen. Allerdings ist auch mit Nebenwirkungen zu rechnen: Rötungen, Schwellungen und Schmerzen an der Einstichstelle sind eher häufig, aber auch meist harmlos. Selten sind leichtes Fieber, Erbrechen oder Durchfall. Letzten Endes sind diese Symptome ein Zeichen dafür, dass das Immunsystem aktiv geworden ist.
Impfungen sind in Deutschland zwar nicht verpflichtend, aber die Ständige Impfkommission (STIGO) am Robert Koch-Institut empfiehlt mehrere: Kinder sollten nach dem zweiten Lebensmonat gegen Diphtherie, Hepatitis B, Haemophilus influenzae Typ b, Keuchhusten, Kinderlähmung und Tetanus geschützt werden. Für diese „Grundimmunisierung“ existiert ein Kombinationswirkstoff, sodass nur eine Spritze nötig ist.
Ab dem 12. Monat ist eine kombinierte Schutzimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln empfehlenswert. Während manche Wirkstoffe für eine lebenslange Immunisierung sorgen, müssen andere alle 5-10 Jahre aufgefrischt werden. Hierzu informiert Sie aber noch einmal Ihr Arzt, wenn Sie sich oder Ihr Kind impfen lassen.
Laut „Stern“ können Kleinkinder ab zwei Jahren neuerdings auch gegen Grippe geimpft werden. In den USA ist das bereits üblich, während der Impfstoff bei uns neu ist. Die Immunisierung geschieht im Unterschied zu anderen Impfungen nicht mittels Spritze, sondern in Form eines Nasensprays. So breiten sich die Viren nur in Nase und Rachen aus, ohne die Krankheit auszulösen.
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