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Mit dem Ende des Sommers muss längst nicht Schluss mit leckerem Gemüse aus dem heimischen Garten sein. Es gibt zahlreiches Herbstgemüse, das in der kalten und nassen Jahreszeit angebaut und geerntet werden kann. Ob Paprika, Kohl, Sellerie oder Brokkoli – für viele anspruchsvolle Gemüsesorten, ist jetzt die ideale Zeit, um auf Ihren Tellern zu kulinarischen Leckerbissen zu werden.
"Im Sommer bevorzugen die meisten leichte Kost, im Herbst darf es wieder etwas gehaltvoller werden", sagt Hans Gerlach in der "Mittelbayerischen Zeitung". Er ist Autor des Buches "Gartenküche" und beweist: Auch im Herbst gibt es eine Vielfalt an Gemüse, das Hobbygärtner pflanzen und zu Delikatessen verarbeiten können. Doch viele Hobbygärtner und -köche wissen um die Vielfalt von Herbstgemüse oftmals gar nicht Bescheid. Und das, obwohl laut "Wirtschaftswoche" der Garten und die damit verbundenen Tätigkeiten wieder richtig im Trend liegen und die Deutschen auch immer mehr Geld für Gartenprodukte ausgeben. (Auch im Herbst sorgen Blumen im Garten für Farbe)
Gemüse ist reich an Vitaminen und stärkt das Immunsystem (Quelle: imago)
In Blumenkohl beispielsweise stecken viel Vitamin C und B, sowie wichtige Mineralstoffe. Weißkohl kann sogar mit dem Spitzenvitamin-Lieferant Orange mithalten - denn Weißkohl hat fast die gleiche Menge Vitamine. Ob gestampft, im Salat oder als Eintopf – Kohl hat längst den Ruf als Armengemüse verloren und es in die Küchen der Spitzenköche geschafft. Schmackhaft ist auch Sellerie. Das Herbstgemüse wird zwischen September und November geerntet. Sellerie gilt als altes Heilmittel und wirkt laut "NDR" entzündungshemmend, blutdrucksenkend und entschlackend. (Gemüseanbau im Gewächshaus: Das sind die Tipps)
Beim Anbau von Herbstgemüse im eigenen Garten gibt es einiges zu beachten. Grundsätzlich sollte ein sonnenreicher Platz gewählt werden. Noch vor dem Säen sollten Sie den Boden mit einer Hacke aufkratzen und Pflanzenfurchen in einer Tiefe von einer halben Handbreite ziehen. Die Furchen sollten Sie anschließend mit Sand bestreuen und vernünftig wässern, damit Unkraut das Wachstum der Pflanzen nicht behindert. (Herbst oder Frühling? Wann sollte man Sträucher pflanzen?)
Zwei bis drei Samenkörner werden dann in jede Reihe alle 20 bis 30 cm gelegt und mit einer dünnen Schicht Erde – idealerweise vom eigenen Kompost – bedeckt. Doch auch hier gibt es Grenzen. „Die jährlich ausgebrachte Menge an Kompost sollte fünf bis maximal zehn Liter pro Quadratmeter nicht überschreiten. Das entspricht einer Schicht von nur fünf bis zehn Millimeter“, so der Gartenbauexperte Alfred Unmann gegenüber der Tiroler Tageszeitung.
Die Erde wird danach festgedrückt und zum Schutz vor Nagern beispielsweise mit Vlies überzogen. Bei der Pflege sollte nicht oft, aber intensiv gegossen werden. Wer diese Regeln befolgt, der darf sich über bestes Herbstgemüse von Kürbis über Radieschen bis zu Rotkohl und Auberginen freuen. So wird Ihr Garten zu einer Oase des Herbstes. Wer übrigens schon im Herbst an den Frühling denkt und Blumenzwiebeln setzt, kann sich im Frühjahr über einen prachtvollen Anblick freuen. (Kartoffeln pflanzen: Was Sie beachten sollten)
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