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Es ist bekannt, dass sich in vielen Kühlschränken eine Vielzahl von Bakterien tummelt. Es werden nicht nur sehr viele unterschiedliche Nahrungsmittel im Kühlschrank gelagert, sondern es befinden sich unter anderen auch offene und manchmal auch abgelaufene Nahrungsmittel dort, bei denen sich bereits die ersten Schimmelbakterien bilden. Aus diesem Grund sollten Sie Ihren Kühlschrank regelmäßig reinigen.
Hygiene sollte in jedem Haushalt eine wichtige Rolle spielen. Eine Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) kommt zu dem Ergebnis, dass in vielen Haushalten schlechte Hygienebedingungen herrschen. Das von Ernährungswissenschaftlern vorgegebene Minimalziel, den Kühlschrank einmal pro Woche mit Essigreiniger auszuwischen, erreichen nur wenige Deutsche. Den Angaben der TK zufolge, putzt jeder dritte Deutsche seinen Kühlschrank nur einmal im Monat oder öfter. Jeder Fünfte reinigt die kalte Lagerstätte für Verderbliches nur ein- bis zweimal im Jahr.
Experten raten: Alle vier Wochen den Kühlschrank gründlich reinigen (Foto: imago)
Beim Putzen wird der Kühlschrank oft vergessen, obwohl wir dort unsere frischen Lebensmittel lagern. Häufig sind die Lebensmittel im Kühlschrank aber nicht geschlossen, sondern es werden dort ebenso geöffnete Lebensmittel aufbewahrt. Diese fangen an, Bakterien zu bilden oder gar zu verschimmeln.
Um die Hygiene im Kühlschrank zu gewährleisten, sollten Sie nur mit gewaschenen Händen den Kühlschrank öffnen und sich Lebensmittel aus diesem holen. Ist das Verfallsdatum eines Produkts überschritten, sollten Sie es gleich aus dem Kühlschrank entfernen und wegwerfen. Auch gammeliges oder gar verfaultes Obst sollten Sie umgehend entsorgen. Ansonsten kann es sein, dass Ihre Gesundheit darunter leidet (Mit Schimmel in der Wohnung ist nicht zu Spaßen).
"Damit der Kühlschrank nicht zur Keimschleuder wird, sollte neben der regelmäßigen Reinigung auch jedes kleine Malheur zwischendurch gleich beseitigt werden, zum Beispiel wenn Fleischsaft oder Auftauwasser ausgetreten sind", rät auch Ernährungswissenschaftlerin Nicole Battenfeld von der TK. Sonst bestehe die Gefahr, dass Lebensmittel, die vor dem Verzehr nicht erhitzt werden, mit Salmonellen oder anderen gefährlichen Keimen in Kontakt kommen.
Nach dem Sie die nicht mehr genießbaren Nahrungsmittel entsorgt haben, sollten Sie das Innere des Kühlschranks auswischen. Ein Vier-Wochen-Rhythmus hat sich hierbei als sinnvoller Turnus etabliert. Am besten nehmen Sie sich einen noch nicht benutzten Schwamm oder Lappen, lauwarmes Wasser und ein wenig Essigreiniger. Dies reinigt und desinfiziert in einem Schritt. Nach dieser Reinigung sollten Sie mit einem sauberen Tuch nachwischen. Die neuen beziehungsweise noch einwandfreien Lebensmittel sollten Sie nun in Plastikbehältern aufbewahren, damit diese zukünftig nicht mehr lose herumliegen.
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Gegen schlechten Geruch im Kühlschrank hilft ein halber Apfel oder eine Kartoffel. Gegen starke Gerüche helfen auch Backpulver oder etwas Kaffeesatz.
Zudem sollten Sie darauf achten, Ihren Kühlschrank nicht zu sehr mit Lebensmitteln voll zu stellen. So kann die Luft zwischen den einzelnen Nahrungsmitteln zirkulieren und diese bleiben länger haltbar. Ernährungsexperten raten daher:
- Obst und Gemüse in den dafür vorgesehenen Fächern aufbewahren - am besten getrennt
- Leicht verderbliche Produkte wie Fisch, Frischfleisch oder Wurst auf der Glasplatte lagern
- Eine Etage höher lassen sich Milchprodukte wie Joghurt und Sahne gut aufbewahren
- Ganz oben haben Käse, zubereitete Speisereste oder Geräuchertes ihren Platz
- Lebensmittel, die nur leicht gekühlt werden müssen, wie Butter, Eier oder Marmelade, sind in der Kühlschranktür am besten aufgehoben. Auch Getränke, Dressings oder Tuben finden dort ihren Platz
Brot oder Speiseöl müssen den Ernährungsexperten zufolge nicht in den Kühlschrank. Auch manche Obst- und Gemüsesorten reagieren auf die darin herrschenden Temperaturen mit Kälteschäden oder verlieren ihr Aroma. Ananas, Avocados, Bananen, Mangos, Papayas, Zitrusfrüchte und Melonen sollten in einer möglichst dunklen und kühlen Ecke aufbewahrt werden, falls kein Keller oder keine Speisekammer verfügbar ist.
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