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Der Heide Park im niedersächsischen Soltau ist mit einer Fläche von 850.000 Quadratmetern der größte Freizeitpark Deutschlands. Der Name der 1978 und damit nur drei Jahre nach dem Europa-ParkinRust eröffneten Anlage wurde anno 2008 offiziell in "Heide-Park Resort" geändert, um verstärkt auch eine ausländische Klientel anzusprechen.
Ursprünglich entstand der Heide Park Soltau aus einem kleinen Wildpark, der 1978 von der Schausteller-Familie Tiemann eröffnet und ausgebaut wurde. Das Unternehmen blieb bis 2001 in Familienbesitz und wurde 2001 durch die britische Tussauds Group übernommen, die weltweit unter anderem die Filialen der Wachsfigurenkabinette Madame Tussauds betreiben.
Der Heidepark Soltau ist der größte Freizeitpark Norddeutschlands (Quelle: imago)
Seinen Höhepunkt erlebte der Freizeitpark im Laufe der 1990er Jahre, als bis zu zwei Millionen Gäste jährlich in die Anlage strömten. Damit ging zwangsläufig eine Erweiterung des Parkgeländes einher.
Der Heide Park Soltau ist eine feste Adresse für Achterbahn-Enthusiasten aus ganz Europa: Die Achterbahn „Colossos“ beispielsweise ist mit einer Höchstgeschwindigkeit von 123 km/h eine der schnellsten Holzachterbahnen Europas. Mit der „Desert Race“ eröffnete der Freizeitpark 2007 den ersten „Launched Coaster“ in Deutschland. Die Insassen werden dabei auf eine Geschwindigkeit von rund 100 km/h beschleunigt.
Die neuste Entwicklung der Heide Park-Verantwortlichen hört auf den Namen „Krake“ und ist der erste „Dive Coaster“ Deutschlands: Dabei handelt es sich um einen ganz speziellen Achterbahntyp aus der Fertigung des Schweizer Büros Bollinger und Mabillard, bei dem die Abfahrt senkrecht (90-Grad-Winkel) stattfindet. Entsprechende Gerätschaften, bei denen eine Sitzreihe lediglich sechs Plätze umfasst, gab es bisweilen nur in China, Taiwan, USA und Großbritannien.
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