aj (CF)
Mit HDMI 1.4 wird der allseits präsente Übertragungsstandard für digitale Ton- und Bild-Signale nach langer Zeit mal wieder einem Upgrade unterzogen. Bislang arbeiteten sämtliche Geräte vom Fernseher über die PlayStation 3 bis hin zum Blu-ray-Player mit dem Vorgänger HDMI 1.3.
Die Frage, ob sich ein Upgrade auf ein HDMI 1.4-fähiges Gerät lohnt oder nicht, stellt sich vorerst nicht: Noch ist das Angebot entsprechender Unterhaltungselektronik sehr gering, so dass der Verbraucher noch über einen gewissen Übergangszeitraum mit dem bereits weit verbreiteten HDMI 1.3-Kabel auskommen muss.
Die Zukunft von HDMI 1.4 sieht allerdings rosig aus, so dass ein Upgrade zur gegebenen Zeit durchaus sinnvoll erscheint: So kann der Standard mit der Versionsnummer 1.4a erstmals auch 3D-Bilder in Full HD-Auflösung übertragen. Bislang konnten solche Signale technisch nur bis zu einer Auflösung unter 1080p gesendet werden.
Deutlich gewichtiger ist die Tatsache, dass in HDMI 1.4-Kabeln erstmals ein Datenstrang für ein Ethernet-Signal integriert ist. Im Klartext: Das HDMI-Kabel fungiert künftig auch als herkömmliches Netzwerk-Kabel und kann entsprechende Daten ohne eine separate LAN-Verbindung hin und her bewegen. In der Praxis könnten Sie auf diese Weise unter anderem die Datendienste eines Blu-ray-Players nutzen, ohne diesen eigens dazu ans Internet anzuschließen – es reicht bereits, wenn Ihr HDMI 1.4-fähiger Fernseher über eine solche Verbindung, beispielsweise via WLAN, verfügt.
Auch die Auflösung von herkömmlichen Bildern wird hochgeschraubt: Fortan schafft der HDMI-Standard Bilder bis zu 4096 x 2160 Pixeln. Diese Auflösung entspricht dem Bild von digitalen Kinoprojektoren, dürfte aber in der Praxis des Heimkinos zunächst einmal keine vollwertige Anwendung finden.
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