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Energiesparen wird ein immer größeres Thema und damit auch das Dämmen. Der Staat hat Vorschriften zur Hausdämmung erlassen, welche beachtet werden müssen. Die Regeln dafür sind in der jeweils aktuellen Fassung der EnEV (Energieeinsparverordnung) nachzulesen. Wir geben Ihnen einen Überblick über relevante Fakten und geben Tipps, worauf Sie bei der Hausdämmung achten sollten. In unserer Fotoshow sehen Sie, wie Sie Geld beim Heizen sparen können.
Es gibt bestimmte Verordnungen, die bei der Dämmung von Gebäuden, beim Umbau oder Sanierung beachtet werden müssen. Die aktuellste Fassung der sogenannten Energiesparverordnung (EnEV) trat am 1. Oktober 2009 in Kraft. Im Jahr 2012 soll eine überarbeitete Fassung vom Bundesrat verabschiedet werden. Sie basiert auf den EU-Richtlinien über die Gesamtenergieeffizienz von Wohngebäuden, Bürogebäuden und gewissen Betriebsgebäuden.
Hausdämmung: EnEV gilt für Hausbesitzer (Foto: imago)
Seit dem 1. Juli 2008 ist es für jeden Hausbesitzer Pflicht, einen Energiepass zu besitzen. In ihm werden sämtliche Daten der Energieeffizienz des Hauses festgehalten. Anhand dieser Daten prüft ein Fachmann, wo Ihr Haus eine gute Isolierung aufweist und wo Energieverluste bestehen. Anschließend werden Ihnen, nach den Vorschriften der Energiesparverordnung, Lösungsvorschläge angeboten, um den Energiebedarf zu senken.
Dazu wird ein Primärenergiebedarf ermittelt und mit Norm-Tabellen abgeglichen, um dem Hausbesitzer Sanierungsvorschläge zu unterbreiten, die die Energieeffizienz des Hauses erhöhen. Die Berechnung setzt sich aus dem Endenergiebedarf für Heizung und Warmwasser und den Energieverlusten, die von der Gewinnung des Energieträgers an seiner Quelle über dessen Aufbereitung und den Transport zum Gebäude anfallen. Aber auch die Energieaufwendungen für Verteilung und Speicherung im Gebäude fließen in die Rechnung mit ein. Das Ergebnis, der Primärbedarf, gibt dann die Umweltverträglichkeit der Energienutzung des Gebäudes an. Allerdings kann dies laut Deutscher Energie-Agentur (DENA) irreführend sein, wenn umweltverträgliche Energieträger, wie zum Beispiel Holz, in unsanierten, alten Gebäuden eingesetzt werden. In diesem Fall geht eine eine relativ gute Umweltverträglichkeit mit eventuell hohen Kosten einher.
Alte Heizungen, einfachverglaste Fenster oder eine schlechte Isolierung der Hauswände haben einen großen Wärmeverlust. Dadurch geht viel Energie verloren. Alte Dächer und Fenster sind ebenfalls die Stellen, an denen der Wärmeverlust extrem ist. Der Energiepass hilft Hausbesitzern hierbei, Problemzonen zu entdecken und auszubessern. Außerdem finden sich in ihm Informationen wie Sie Ihre Heizung, das Dach und die Fenster dämmen können, ebenso wie die Hauswände selber. Wenn Sie die Vorschriften der EnEV beachten, können sie einen Großteil des Wärmeverlustes mindern. Steuerliche Vorteile, sowie günstige Kredite helfen Ihnen hierbei, die Sanierung zu finanzieren.
Natürlich gibt es auch Ausnahmen, nicht alle Gebäude müssen Sie dämmen. Es gibt hier Sonderregelungen, die Sie beachten können. Gebäude unter 50m² fallen hier ebenso drunter wie Denkmalgeschützte Gebäude. Die Sonderregelung greift auch bei unterirdischen Gebäuden, Tier- und Pflanzengebäuden, die der betrieblichen Nutzung dienen. Auch Gebäude ,die nur zur kurzfristigen Nutzung errichtet wurden müssen Sie nicht dämmen. Diese Sonderregelungen müssen separat erfragt werden.
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