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Schon lange gehört ein ausgehöhlter und zurecht geschnitzter Halloween-Kürbis zum Herbst und dem Gruselfest Ende Oktober dazu. Doch woher kommt eigentlich der Brauch mit dem Kürbis? Wir sagen Ihnen, wie die Kürbisfratzen entstanden sind, damit Sie auf Halloween 2011 gut vorbereitet sind.
Am Tag vor Allerheiligen begann die Geschichte, als der Teufel wieder einmal auf der Suche nach neuen Seelen war. Da kam ihm der Hufschmied und Trunkenbold Jack wie gelegen, denn Jacks Seele interessierte den Teufel ganz besonders. Der vor Schreck erstarrte Jack fasste jedoch einen Notfall-Plan. Er bat Luzifer, ihm doch noch einen letzten Drink zu spendieren. Um den Whiskey zu bezahlen, fehlte jedoch beiden das Geld, also bat er den Teufel, dass sich dieser in eine Münze verwandeln solle. Statt zu bezahlen, legte Jack die Münze zusammen mit einem Silberkreuz in seinen Geldbeutel. Luzifer war gefangen und konnte sich nicht mehr zurückverwandeln.
Der Kürbis war eigentlich mal eine Rübe (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)
In einem Handel schlug er dann dem Satan vor ihn freizulassen, wenn er ihn zehn Jahre lang nicht mehr belästigt. Der Handel wurde vollbracht. Nach zehn Jahren kehrte der Teufel in die Kneipe zurück, wo Jack sich wieder einmal betrank. Jack musste also mit dem Teufel mitgehen, doch der Zecher hatte wieder einen gerissenen Plan. Er wünschte sich einen frisch gepflückten Apfel als Henkersmahlzeit. Als Luzifer den Apfel für Jack pflücken wollte, ritzte Jack ein Kreuz in den Apfelbaum und der Dämon war erneut gefangen. Jack bot ihm also an, das Kreuz zu entfernen, wenn er ihn für alle Ewigkeit in Frieden lasse. Der Teufel hatte keine andere Wahl als zuzustimmen.
Als Jack dann eines Tages als alter Mann starb, wollte ihn im Himmel keiner, da er im Leben ein feiger Trunkenbold gewesen ist. Und der Teufel wollte ihn auch nicht in der Hölle aufnehmen. Jack erhielt vom Teufel lediglich ein Stück Kohle, das ihm als Licht diente, um für ewig zwischen den Welten zu wandern. Dieses legte Jack in eine ausgehöhlte Rübe, die ihm als Laterne diente, und so hat er bis heute ein Licht, das ihn auf seiner ewigen Reise begleitet.
Was früher die Rübe war, ist heute der Kürbis, und so werden in Anlehnung an die Rübenlaterne von Jack O’ Lantern Halloween-Kürbisse ausgehöhlt, mit Kerzen bestückt und vor Allerheiligen aufgestellt. Da es in Amerika nur wenige Rüben gab, haben die ausgewanderten Iren stattdessen Kürbisse genutzt. So ist der Brauch mit den Kürbissen entstanden. Die gruseligen Fratzen werden auf der Terrasse oder vor der Haustür aufgestellt, um böse Geister und Dämonen zu verjagen. Außerdem wurden oft kleine Geschenke oder Süßigkeiten dazugelegt, um die bösen Geister freundlich zu stimmen.
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Daraus entstand letztlich der Brauch, dass die Kinder sich verkleiden, die Rolle der bösen Geister mimen und von Haus zu Haus ziehen um Trick or Treat (Süßes sonst gibt's Saures) zu verkünden. Wenn der Hausherr keine Süßigkeiten rausrückt, spielen die kleinen Geister ihm eben einen Streich.
Das Halloween Fest war bis in die Neunziger Jahre in Deutschland eigentlich völlig unbekannt. Wie zeit.de berichtet, war kurioserweise der zweite Golfkrieg 1991 dafür verantwortlich. Nicht aus Solidarität mit den USA, sondern aus ökonomischen Gründen. In vielen Städten wurden damals aus Pietätsgründen die Karnevalsumzüge abgesagt und die Kostüm-Firmen blieben auf ihrer Ware sitzen. Als Ersatz machten die Vereine durch geschickte Medienarbeit Halloween populär. Natürlich sprangen nach und nach auch weitere Branchen, wie die Süßigkeiten-Industrie, auf diesen Zug auf und brachten spezielle Halloween Produkte auf den Markt.
Die Universität Dortmund stellt in einer Studie die These auf, dass Halloween in Deutschland sogar amerikanischer gefeiert wird als in den USA. Die Umsätze mit Halloween Artikeln lagen, laut "Welt", bereits vor drei Jahren bei über 160 Millionen Euro. Die Zeit vor Halloween wird also von vielen Branchen als Zusatzgeschäft vor dem Weihnachtsgeschäft benutzt.
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