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Ob Groß oder Klein – wenn die fünfte Jahreszeit voll im Gange ist, schlüpft nicht nur in den Faschingshochburgen fast jeder in ein Kostüm. Dass diese eine Gesundheitsgefahr darstellen können, wissen aber nur wenige. Worauf Sie achten sollten, wenn es ans Verkleiden geht, erfahren Sie hier.
Bereits vor der letztjährigen Faschingssaison führten die Bezirksregierung Köln und die "Geräteuntersuchungsstelle des Landesinstituts für Gesundheit und Arbeit" in Nordrhein-Westfalen Untersuchungen von Karnevalsartikeln durch: Sie wurden auf Gefahren für die Gesundheit getestet. Als Ergebnis musste ein Viertel dieser Produkte vom Markt genommen werden. Die Ursachen hierfür waren unterschiedlich, wie der Radiosender "WDR 2" berichtet: Leichte Entflammbarkeit, Erstickungs- oder Strangulierungsgefahr oder gesundheitsgefährdende Weichmacher. (Katzenkostüm selber machen - Ideen und Tipps)
Fasching feiern: Kann das gefährlich sein? (Quelle: imago)
Viele Perücken und falsche Bärte bestanden den sogenannten Feuertest nicht. Die entflammten Kunsthaare brannten länger als zwei Sekunden und stellten damit eine Verletzungsgefahr dar. Einige Faschingsmasken besaßen indessen zu wenige Luftschlitze, sodass Erstickungsgefahr drohen kann. Ebenso schädlich sind Masken, deren Kunststoff schädliche Weichmacher enthält. Diese können laut "SWR" bei Männern sogar zu Unfruchtbarkeit führen.
Wie die "Bild" berichtet, kann auch synthetische Schminke schädlich sein, da sie häufig Allergie auslösende Stoffe enthält. Bei Schminke bietet es sich an, vor dem Gebrauch eine geringe Menge in der Armbeuge aufzubringen, so können Sie sehr schnell allergische Reaktionen feststellen. (Katzengesicht schminken: Schrit für Schritt-Anleitung)
Jecken sollten beim Kauf von Karnevalsartikeln also die Augen offen halten. Auch wenn es keine hundertprozentige Sicherheit gibt, sollten Sie auf ein paar grundlegende Dinge achten, um die Gesundheitsgefahr zu minimieren. Bei Kunststoffartikeln kann ein Geruchstest Aufschluss darüber geben, ob diese Weichmacher enthalten: Riechen sie unangenehm oder gar nach Benzin, sollten Sie diese nicht nur an Fasching im Regal stehen lassen, so "WDR 2".
Nicht zuletzt für Kinder stellen manche Karnevalsartikel eine Gefahr dar: Viele Kostüme sind mit Kordeln oder Schnüren bestückt, mit denen sich die Kleinen strangulieren könnten. Kinderkostüme sollten also am besten keine Schnüre haben, in denen sich Kinder verfangen können. Für Kinder ist am besten eng anliegende Kleidung geeignet. Generell gilt für Faschingsaccessoires, dass sie das CE-Kennzeichen tragen sollten. Die freiwillige Kennzeichnung gibt an, dass das Produkt den europäischen Sicherheitsbestimmungen entspricht. Fehlende Sicherheitshinweise oder Herstelleradressen sind hingegen Anzeichen für unsichere Produkte. (Pumuckl-Kostüm selber machen: Als frecher Kobold zum Fasching)
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