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Wo liegt der Unterschied zwischen einer Internetsucht und der ganz normalen Nutzung des World Wide Webs bei Kindern? Die Übergänge sind fließend und manchmal schwer zu erkennen.
Das Internet hat sich explosionsartig weiterentwickelt. Ganze Welten haben sich hier eröffnet, die für Kinder auf unterschiedliche Art und Weise spannend wirken. Jungen begeistern sich leicht für Onlinespiele, was verständlich ist, wie Klaus Wölfling, psychologischer Leiter der Ambulanz für Spielsucht in Mainz, gegenüber der "Welt" äußert: "Spiele bieten eine hohe Anbindung, denn sie fördern das Verlangen, immer neue Aufgaben zu lösen."
Soziale Netzwerke und Chats wirken eher auf Mädchen anziehend. Die Bestätigung, die sie hier von Fremden oder Halbfremden bekommen können, kann gerade in Situationen, in denen sie im wirklichen Leben bedrückt sind, aufmunternd wirken. Wenn sie dann zuviel Zeit dort verbringen und ihre virtuellen Freunde ihnen realer erscheinen als ihre wirklichen, dann kann es durchaus zu einer Suchtgefährdung kommen.
Exzessive Internetnutzung ist noch lange kein Beweis dafür, dass Ihr Sprössling schon süchtig ist. Gerade im Heranwachsen verhalten sich Kinder oft extrem, das verliert sich mit der Zeit wieder. Bedenken Sie auch, dass man im Internet viele Dinge nachschlagen kann, sei es das Wetter von morgen, der Busfahrplan oder die Neuigkeiten über den Lieblingssänger. Man kann sich mit Freunden unterhalten, Bücher, CDs und Kleidung kaufen. Nur weil Ihr Kind gern online ist, muss es noch nicht süchtig sein.
Eine tatsächliche Internetsucht liegt bei einem Prozent aller 14-64jährigen vor. Wenn Sie Ihr Kind beaufsichtigen und auf seinen Internetkonsum achten, kann es eigentlich keine Sucht entwickeln. Erst wenn Ihr Kind zu wenig schläft, reizbar ist, wenn es seine Freunde, die Schule und andere Aufgaben vernachlässigt und das Netz nicht verlässt, obwohl es das will, liegt laut morgenpost.de tatsächlich eine Internetsucht vor.
In diesem Fall sollten Sie das Gespräch mit Ihrem Kind suchen. Erklären Sie die Prioritäten, die es setzen sollte. Sorgen Sie dafür, dass es keinen ungehinderten Internetzugang hat. Beschränken Sie die Online-Zeiten und überprüfen Sie die Seiten, die das Kind besucht. Es wird sich so bald wieder umgewöhnen.
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