fo (CF)
Während die Natur im Frühling aufblüht, beklagen sich viele Menschen über die Frühjahrsmüdigkeit. Doch ist diese Ermattung in der Frühlingszeit ein nachweisbares Phänomen, und gibt es stichhaltige klimatologische und medizinische Erklärungen oder basiert alles nur auf subjektiven Empfindungen? Sehen Sie in unserer Foto-Show, wie Sie die Symptome einer Frühjahrsmüdigkeit nachhaltig lindern.
Wie die "Rheinische Post" unter Berufung auf die Deutsche Gesellschaft für Gesundheit und Prävention berichtet, leidet in Deutschland jeder zweite Mensch während des Übergangs vom Winter zum Frühling unter einer Antriebslosigkeit und einem verminderten Leistungsvermögen. So fühlen sich laut "Onmeda.de" etwa 54 Prozent der Männer und 60 Prozent der Frauen zwischen März und Mai von der sogenannten Frühjahrsmüdigkeit betroffen. (So bekämpfen Sie Einschlafstörungen)
Machen Sie im Frühjahr nicht schlapp (Quelle: imago)
Zu den weiteren Symptomen zählen Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, Gereiztheit und Kreislaufschwächen. Der Grund für diese Symptomatik liegt in der Umstellung auf die kommende Sommerzeit und kann beileibe nicht als Märchen abgetan werden: "Unser Körper erwacht sozusagen aus einem Miniwinterschlaf", erläutert Prof. Dr. Angela Schuh, medizinische Klimatologin von der Ludwig-Maximilians-Universität München, gegenüber der "Rheinischen Post". Der Körper müsse sich schließlich erst an den neuen Rhythmus gewöhnen. (Mit diesen Tipps schaffen Sie es, besser einzuschlafen)
Ferner spiele der Hormonhaushalt eine gewichtige Rolle, erklärt der "Focus". Im Winter werde der Vorrat des Glückshormons Serotonin fast vollständig verbraucht – insbesondere, wenn der Winter extrem dunkel und lange ausfällt. Ein weiterer, jedoch banaler Grund sei die Tatsache, dass die Menschen ob der vermehrten Lichtstunden im Frühling schlicht später ins Bett gehen und früher aufwachen und dementsprechend an Schlafmangel leiden, so der "Focus" weiter.
Der Schlafmediziner Wilfried Böhning vom Medizinischen Zentrum für Gesundheit in Bad Lippspringe rät in der "Bild", dass Sie – sofern Sie von der Frühlingsmüdigkeit betroffen sind – sowohl gezielt früher schlafen als auch früher aufstehen sollten. Weiterhin bietet es sich an, den Tag mit Wechsel- und Kaltduschen zu starten, um den Körper in Schwung zu bringen. Was das Essen anbelangt, empfiehlt Böhning vor allem vitaminreiche Mahlzeiten und Säfte. Die wichtigsten Maßnahmen gegen die Frühjahrsmüdigkeit seien allerdings viel Sonnenlicht, frische Luft und Bewegung. (Anti-Aging-Food: Alterungsprozess aufhalten)
Wichtig: Wenn die Symptome allerdings über mehrere Monate andauern oder Ihre Leistungsfähigkeit langfristig nachlässt, sollten Sie sich unbedingt von einem Arzt untersuchen lassen.
fo (CF)