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Die Farben im Büro sind seit Jahrzehnten klar geregelt: Grau reiht sich an Schwarz und Weiß. Sollte da einmal ein Farbkleks dazwischenkommen, so ist er in der Regel gedeckt und auffällig – das gilt für die Büromöbel genauso wie für die Garderobe des Personals. Anno 2011 bröckelt diese branchenübergreifende Eintönigkeit allmählich: Der Mann von Welt beweist zunehmend Mut zur Farbfreudigkeit.
Der Trend zu mehr Farbe geht von den einschlägigen Anzug-Schneidern aus: Sowohl die kreativen, traditionell experimentierfreudigen Köpfe aus Italien, als auch eher gradlinige Modehäuser aus Deutschland und Großbritannien haben die Welt jenseits von Grau und Schwarz für sich entdeckt. Dementsprechend finden sich in den Auslagen der Geschäfte immer häufiger auch blaue, hellbraune und beige Anzüge sowie eine nicht minder bunte Auswahl an Hemden. Beim Kombinieren sind der eigenen Kreativität dementsprechend kaum noch Grenzen gesetzt: Mutige Zeitgenossen setzen beispielsweise auf einen babyblauen Cardigan in Verbindung mit einem zitronenfarbenen Freizeitsakko.
Auch wenn etwas Farbe richtig viel Leben und Energie in den immer gleichen Büroalltag reinbringt, sollten Sie die Rahmenbedingungen Ihres Arbeitgebers nie außer Acht lassen. Wie kleiden sich die Kollegen in den eher freizügigen Sommermonaten? Welche modische Marschrichtung gibt der Chef vor? Paradiesköpfe, die hier allzu achtlos aus der Reihe tanzen, können negativ auffallen. Eine Kompromisslösung sind farbige Accessoires, die einen grauen Anzug gekonnt, aber immer noch dezent genug auflockern können. Dazu gehören beispielsweise bunte Einstecktücher, aber auch modische Gürtel aus hellem Leder. Applikationen und Stickereien sind im Büro dagegen tabu: Am Ende des Tages gilt es branchenunabhängig eine gewisse Gradlinigkeit zu wahren.
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