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Falsche Schufa-Einträge: Wie Sie dagegen vorgehen können

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Falsche Schufa-Einträge: Wie Sie dagegen vorgehen können

mk (CF)/ bec

Falsche Einträge bei der Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) können für Sie schwere Folgen haben. Je nach Eintrag erhalten Privatpersonen dann keinen Kredit mehr, werden von Vermietern aussortiert oder haben Probleme beim Einkauf. Wir sagen Ihnen, wie Sie falsche Schufa-Einträge löschen können.

Mehr als drei Viertel aller Deutschen sind in der Schufa-Kartei erfasst. Wie die Verbraucherzentrale Bremen informiert, ist die Schufa in Wiesbaden eine reine Datensammelstelle, die Angaben zur Bonität von Einzelpersonen macht. Die Daten erhält sie über Vertragspartner. Diese sind Banken, Bausparkassen, Versicherungen, Versandhandelsunternehmen aber auch Verkaufshäuser oder Telekommunikationsunternehmen. (Was weiß die Schufa über mich?)

Gegen falsche Schufa-Einträge kann man vorgehen (Foto: dpa)

Gegen falsche Schufa-Einträge kann man vorgehen (Foto: dpa)

Der Schufa-Score entscheidet über Ihre Zukunft

Von einem Computerprogramm wird durch die gesammelten Daten der spezielle Schufa-Score errechnet. Dieser legt fest, wie hoch die Kreditwürdigkeit eines jeden Kunden ist. Je höher der Wert, desto höher die Bonität. Der höchste Score von 100% ist von vielen Faktoren abhängig: Ihre Vertragstreue bei Ratenzahlungen und vor allem Ihre konkrete Kreditbelastung oder vergangene Kreditausfälle sind für die Schufa die wichtigsten Ermittlungsgrößen. Laut der Verbraucherzentrale werden keine Daten zur Höhe des Einkommens oder dem Berufsstand ermittelt. 

So schätzen Sie sich richtig ein

Schufa-Score

Risikoeinschätzung

100% - 97,5%

sehr geringes Risiko

97,5% - 95%

geringes bis überschaubares Risiko

95% - 90%%

zufrieden stellendes bis erhöhtes Risiko

90% - 80%

deutlich erhöhtes bis hohes Risiko

80% - 50%

sehr hohes Risiko

weniger als 50%

sehr kritisches Risiko

(Quelle: schufa.de)

Schlechtere Konditionen oder gar keinen Kredit

In vielen Fällen kann der Kunde gar nichts für eine Negativ-Bewertung. Warum das in der Vergangenheit passieren konnte, erklärt die Stiftung Warentest: Wenn ein Bankkunde etwa Angebote für Ratenkredite vergleichen wollte und der Bankberater eine Schufa-Anfrage stellte, ohne dass ein Kredit dann wirklich ausgezahlt wurde, konnte es zu einer Herabstufung kommen.

Der Grund dafür sei, dass Berater oftmals direkt eine Anfrage zur Bewilligung eines Kredits an die Schufa gestellt haben. Die Schufa bewertete diese Anfrage dann negativ, obwohl sich Kunden nur nach den Konditionen der Bank erkundigen wollten. Wird ein Kredit dann nicht ausgezahlt, wird dies von der Schufa negativ festgehalten und konnte eine Herabstufung des Scores zur Folge haben.

Eigen-Auskunft: Falsche Schufa-Einträge aufdecken und löschen

Verbraucher können ein Mal pro Jahr kostenlos eine Eigenauskunft bei der Schufa anfordern, wenn die Bank ihnen den Kredit verweigert oder ihn nur zu schlechten Zinskonditiononen gewähren will. Das „Handelsblatt“ weist darauf hin, dass es sich lohnt, einen Rechtsanwalt zu beauftragen, wenn man feststellt, dass falsche Schufa-Einträge vorliegen, die Sie löschen wollen.

Falscher Eintrag ist Verletzung des Persönlichkeitsrechts

Das Landgericht Bonn urteilte, dass ein unberechtigter Eintrag bei der Schufa eine Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts sei und ein Unterlassungsanspruch bestehe. Außerdem bekam der Kläger Schadensersatzanspruch zugesprochen. Die Stiftung Warentest kam nach einer eigenen Stichprobe aber zu dem Ergebnis, dass nur ein Prozent der Schufa-Daten falsch sei. Weitere acht Prozent seien veraltet.

Der Beschwerdebrief

Beschweren Sie sich schriftlich, wenn Sie falsche Schufa-Einträge entdeckt haben. Ein einfacher Brief an "Schufa Holding AG, Verbraucherservicezentrum Hannover, Postfach 56 40, 30056 Hannover" genügt. Die Schufa veranlasst dann eine Überprüfung. Bestätigt sich Ihre Beschwerde, können Sie die falschen Daten löschen oder korrigieren lassen. (Kann man Schufa-Einträge löschen?)


mk (CF)/ bec  

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