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Der Weg aus der Arbeitslosigkeit ist steinig und hart. Existenzgründung kann eine Lösung gegen die Perspektivlosigkeit sein. Es macht meist wenig Sinn, sich auf Stellen zu bewerben, die so gar nicht der eigenen Qualifikation entsprechen. Besinnen Sie sich lieber auf Ihre Fähigkeiten, entwickeln ein Konzept und gehen in die Selbstständigkeit.
50 Prozent aller, die eine Existenzgründung wagen, kommen so aus der Arbeitslosigkeit. Die Agentur für Arbeit unterstützt Sie in Ihrem Vorhaben. 2006 wurde der sogenannte Gründungszuschuss eingeführt, der in den ersten zwei Jahren von fast 180.000 Menschen zur Existenzgründung genutzt wurde. Auf der Seite arbeitsagentur.de ist nachzulesen, wie die Förderung im Einzelnen aussieht. Anspruch auf diese Leistung haben Existenzgründer mit mindestens 90 Tagen Restanspruch auf Arbeitslosengeld, wenn sie sich hauptberuflich selbstständig machen möchten. Erforderlich ist eine positive Stellungnahme von fachkundiger Seite wie beispielsweise der IHK. Und: Der Antragsteller muss seine persönliche und fachliche Eignung für die Existenzgründung nachweisen. (Gründungszuschuss für Selbständige: Voraussetzungen)
Existenzgründung kann ein Weg aus der Arbeitslosigkeit sein (Quelle: imago)
In der ersten Phase des Gründungszuschusses bekommt er neun Monate das Arbeitslosengeld I plus 300 Euro Sozialversicherungspauschale weitergezahlt – zusätzlich zu den Einnahmen aus der Existenzgründung.
In einer zweiten Phase wird noch sechs Monate eine Sozialversicherungspauschale von 300 Euro gezahlt, wenn sich eine intensive Geschäftstätigkeit und unternehmerische Aktivitäten abzeichnen.
Für den Gründer besteht keine Rentenversicherungspflicht und er erhält günstigere Konditionen in der gesetzlichen Krankenversicherung. Außerdem muss der Gründungszuschuss nicht versteuert werden. (Steuernummer beantragen: So geht’s)
Bevor Sie den Weg aus der Arbeitslosigkeit und damit den Schritt in die Selbstständigkeit wagen, sollten Sie sich darüber klar sein, welche Geschäftsform am besten zu Ihnen passt. Scheuen Sie eher das Risiko oder sind Sie ein Mensch, der gern alle Entscheidungen allein trifft? Oder sind Sie ein Teamplayer? Für alle Typen gibt es die passende Gründungsform. Eine Broschüre der Arbeitsagentur zeigt eine Auswahl von Neugründungen über Franchising bis zu Kleingründungen auf. Außerdem sollten Sie unbedingt die angebotenen Beratungsgespräche für eine Existenzgründung in Anspruch nehmen, damit der Weg aus der Arbeitslosigkeit keine zu hohen Risiken birgt. Die Vermittlungsfachkräfte haben beste Kontakte zu Verbänden, Kammern und Betrieben, die Ihnen weiterhelfen können. (Vor einer Existenzgründung sollten Sie Beratungsangebote nutzen)
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