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Der Blick auf den Ölstand kann über Sein oder Nichtsein beim Gebrauchtwagenkauf entscheiden: Liegt der Stand unter der Minimalgrenze, könnte dies ein Indiz für einen unzureichend gepflegten Motor sein.
Das Thema Öl spielt gerade bei Gebrauchtwagen eines älteren Semesters eine wichtige Rolle: Der Ölstand zum Zeitpunkt der Probefahrt sowie etwaige Ölflecken können ein vermeintliches Schnäppchen schnell als Kostenfalle enttarnen. Im Zuge dessen dürfen Sie die Mühe nicht scheuen und sich als erstes unter den Wagen begeben. Hier schauen Sie mit einer Taschenlampe nach Ölflecken. Ein paar kleine Rückstände lassen noch lange nicht auf einen Defekt schließen. Sind dagegen größere Ölflecken zu erkennen, ist der Wartungszustand des Gebrauchtwagens doch in Frage zu stellen.
Nach der Sichtkontrolle unterhalb des Fahrzeugs öffnen Sie den Motorraum. Ziehen Sie den Ölmessstab heraus und kontrollieren Sie den aktuellen Stand. Sollte dieser bei beziehungsweise sogar unter der Minimal-Markierung liegen, können zwei Gründe vorliegen: Entweder wurde schon lange kein Motoröl mehr nachgefüllt oder aber der Motor verbrennt den Schmierstoff. Beide Möglichkeiten sprechen nicht gerade für einen guten Gebrauchtwagen: Hat der Vorbesitzer die Wartungsintervalle über Jahre hinweg nicht eingehalten, sind Verschleißerscheinungen auf kurz oder lang vorprogrammiert.
Schließlich sollten Sie auch den Öldeckel entfernen und von oben in den Motor hineinschauen. Im Inneren des Motors müssen die einzelnen Teile mit einem bräunlichen Film leicht verölt sein. Ist dieser Film dagegen rabenschwarz, deutet dies auf eine Überhitzung des Motors hin. Auch verstärkt dies den Verdacht, dass das Öl schön länger nicht gewechselt wurde.
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