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Wer heutzutage keine Berufsunfähigkeitsversicherung hat und tatsächlich psychisch oder körperlich erkrankt, steht oftmals vor großen finanziellen Problemen. Wir geben Ihnen daher die wichtigsten Informationen, warum eine private Berufsunfähigkeitsversicherung so wichtig ist und nennen Ihnen außerdem mögliche Alternativen.
Kurz erklärt: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung soll zahlen, wenn jemand aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten, folglich kein Geld mehr verdienen kann. Umfragen bestätigen jedoch, dass es nicht sonderlich leicht ist, ausreichenden Berufsunfähigkeitsschutz zu erhalten, so die "Stiftung Warentest". Oftmals gelten Antragsteller den Versicherern schon dann als zu krank, wenn sie an Asthma oder bestimmten Allergien, wie Heuschnupfen, leiden. Auch die Angabe von "risikoreich" eingestuften Berufen, machen es Antragstellern nicht immer leicht.
Berufsunfähigkeit: Sichern Sie sich frühzeitig ab (Quelle: imago)
Dennoch sollten Sie unbedingt versuchen, sich zu versichern, um im Falle der Berufsunfähigkeit massiven Geldsorgen vorzubeugen, rät "Stiftung Warentest". So schaffen es hartnäckige Interessenten oft trotz problematischen Berufs- oder bestimmten Vorerkrankungen zu einem akzeptablen Vertrag. Bemühen Sie sich daher bei mehreren Anbietern gleichzeitig und vergleichen Sie die jeweiligen Konditionen. (Der Vergleich von Krankenkassen lohnt sich)
Heutzutage sind psychische Erkrankungen die häufigste Ursache für eine Invalidität, also eine Erwerbsunfähigkeit, wie die sueddeutsche.de unter Berufung auf Zahlen der "Deutschen Rentenversicherung Bund" berichtet. Jeder dritte Mann und jede zweite Frau, der oder die berufsunfähig sind, leidet an Depressionen, an Burn-Out oder ist schlichtweg überfordert. Zweithäufigster Grund für Erwerbsunfähigkeit sind Skelett- oder Muskelerkrankungen.
In Anbetracht des größeren Risikos einer psychischen Erkrankung in der heutigen Gesellschaft ist eine zusätzliche Berufsunfähigkeitsversicherung umso wichtiger. Denn berufsunfähige Menschen bekommen an gesetzlicher Erwerbsminderungsrente im Schnitt lediglich einen Vollbetrag zwischen 560 und 640 Euro monatlich, so die "Deutsche Rentenversicherung Bund". Außerdem wird die gesetzliche Erwerbsminderungsrente in vielen Fällen abgelehnt. Berufsunfähige Menschen können dann zwar Arbeitslosengeld II beantragen, müssen finanziell jedoch mit weitaus weniger auskommen, wenn sie sich nicht entsprechend abgesichert haben.
Krankheit verschwiegen - Muss die Versicherung trotzdem zahlen?
Was häufig bei bereits bestehenden Berufsunfähigkeitsversicherungen vergessen wird, ist die Anpassung an steigende Vermögensverhältnisse: „Viele wiegen sich in einer Scheinsicherheit. Sie schließen die Versicherung nach dem Berufseinstieg ab, vergessen dann aber, dass sich das Einkommen und der Lebensstandard weiterentwickeln“, so der Finanzexperte Arndt Stiegeler gegenüber dem "Handelsblatt".
Dem Versicherungsmakler Michael Reeg zufolge besteht auch eine Alternative zur relativ teuren Berufsunfähigkeitsversicherung: „Eine weitere Einsparungsmöglichkeit wäre der Abschluss einer Erwerbsunfähigkeitspolice oder einer Grundfähigkeitspolice."
Doch Achtung: Diese sind wesentlich günstiger als eine Berufsunfähigkeitsversicherung, allerdings ist es im Schadensfall deutlich schwieriger, die Leistungen einzufordern. Denn die Policen werden erst wirksam, wenn überhaupt kein Beruf mehr ausgeübt werden kann, so Reeg gegenüber dem "Handelsblatt". (So stellen Sie Ihren Rentenantrag bei der VBL)
Nicht zuletzt haben Sie die Möglichkeit eine sogenannte Dread-Disease-Police abzuschließen. So können Sie gezielt Risiken wie Krebs oder einen Schlagabfall absichern. Eine monatliche Rente werden Sie jedoch hierbei nicht bekommen, sondern einen vorab ausgehandelten Betrag - egal ob Sie noch arbeitsfähig sind oder nicht.
Wichtiger Tipp: Bei Versicherungen kommt es so gut wie immer auf den Einzelfall an, daher ist es ratsam, sich von einem Versicherungsmakler oder einem Experten beraten zu lassen, der speziell auf Ihre Bedürfnisse eingeht.
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