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Die Bahnübergänge in Europa unterliegen häufig verschiedenen regionalen Regelungen, die nicht immer in Übereinstimmung mit der deutschen Straßenverkehrsordnung sind. Im Hinblick auf die wachsende Anzahl an Bahnübergangsunfällen sollten Sie sich gerade bei längeren Reisen über die jeweils regional vorherrschenden Bestimmungen informieren.
Allein in der Europäischen Union sterben Jahr für Jahr rund 400 Menschen an Bahnübergängen. Die Zahl der Unfälle liegt bei etwa 1200 – Tendenz leicht steigend. In fast jedem Fall war menschliches Versagen der Unfallgrund. Im Klartext heißt das: Die speziellen Verkehrsregeln für Bahnübergänge wurden missachtet. Die möglichen Gründe dafür sind vielfältig: So fahren die meisten Verkehrsteilnehmer nicht allzu häufig über Bahnübergänge in Europa. Vor allem in der Großstadt trifft man eher selten darauf, so dass die entsprechenden Regelungen aus der Fahrschule schnell in Vergessenheit geraten.
Das wichtigste Verkehrszeichen ist das Andreaskreuz. Dieses kündigt einen Bahnübergang an und mahnt zu einer besonderen Wachsamkeit. Das Problem: Die genaue Darstellung des Andreaskreuzes variiert von Land zu Land. Während sämtliche Formen die Kreuzform gemein haben, weicht die Zusammensetzung der weißen und roten Farbbestandteile häufig ab. Bahnübergänge mit Schranken sind übrigens nicht überall in Europa anzutreffen: Die meisten finden Sie in Deutschland und Bulgarien.
In Ungarn, Spanien und der Schweiz schwankt der Wert dagegen zwischen 20 und 30 Prozent. Für den Autofahrer bedeutet das: Auch ohne Schranke unbedingt die Augen aufhalten und das Andreaskreuz beachten. Kommen optische Warnungen zum Einsatz (in der Regel Blinklicht), können die einzelnen Lampen je nach Land rot, aber auch weiß sein.
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