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Eine ADR-Bescheinigung gehört zur Standard-Qualifikation erfahrener LKW-Fahrer, die europaweit arbeiten. Der Schein signalisiert besondere Kenntnisse im Umgang mit Gefahrgut und erhöht nicht zuletzt die Chancen bei der Jobsuche im Logistikwesen.
Ganz konkret bescheinigt die ADR-Bescheinigung einem LKW-Fahrer spezielle Fachkenntnisse, die im Einklang mit dem „Europäischen Übereinkommen über die Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße“ (ADR steht im Detail für die französische Bezeichnung „Accord européen relatif au transport international des marchandises Dangereuses par Route“) stehen.
Ein entsprechend ausgebildeter Fahrer weiß unter anderem um die gesonderte Ladungssicherung, die Kennzeichnung sowie die Verpackung von Gefahrgut jeder Couleur Bescheid. Viele Unternehmen im Chemie- oder Recycling-Sektor verlangen eine solche ADR-Bescheinigung von jedem neuen Fahrer. Doch selbst wenn Sie nicht gerade in diesem Sektor arbeiten, kommt eine Ausbildung aus Eigeninitiative durchaus in Frage: Mittlerweile nehmen 47 Staaten am ADR-Programm teil. Wer den Schein vorweisen kann, erhält nicht nur mehr Routen, sondern erhöht auch seine Chancen bei der Suche nach einem neuen Job als LKW-Fahrer.
Für gewöhnlich nimmt die Ausbildung, deren erfolgreicher Abschluss die ADR-Bescheinigung von der jeweiligen Industrie- und Handelskammer zufolge hat, etwa fünf ganze Tage in Anspruch. Die Trainings werden in speziellen Einrichtungen quer in der gesamten Republik durchführt. Die dabei fälligen Gebühren sind zumeist identisch, unterliegen aber durchaus regional bedingten Schwankungen. Am Ende steht die Abschlussprüfung, bei denen Sie 30 Fragen rund um den Transport von Gefahrgut beantworten müssen. Wurden nicht mehr als fünf davon falsch beantwortet, gilt die Ausbildung als bestanden. Je nach Gefahrgut-Klasse, die Sie als LKW-Fahrer transportieren müssen, kommen weitere Fortbildungsmaßnahmen in Frage.
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